Der Schlaf ist für unseren Körper und Geist überaus wichtig, für unsere Gesundheit gar lebensnotwendig. Deswegen dürfen wir ihm heute, am Tag des Schlafes, etwas mehr unserer Aufmerksamkeit schenken.

Der Schlaf wird eher als passive Maßnahme empfunden. Aber die Schlafphase dient nicht nur der Entspannung, sondern auch wichtigen Aufbau- und Regenerationsarbeiten des Körpers. In der Zeit des Schlafes arbeitet unser Körper auf Hochtouren. Beispielsweise werden Muskeln und Knochen aufgebaut, Zellschäden repariert und das Immunsystem gestärkt. Wichtige Entgiftungsmaßnahmen der Organe wie Leber, Nieren, Lunge finden in der Zeit des Schlafes statt. Rund ein Drittel unserer Lebenszeit verbringen wir mit Schlafen. Um vital und leistungsfähig zu sein, ist ein gesunder Schlaf enorm wichtig.

Es gibt viele Gründe, warum es zu Ein- und Durchschlafproblemen kommt. Körperliche und mentale Gründe können eine Rolle spielen, aber auch die Ernährungs- und Lebensweise haben mehr Einfluss, als gedacht. Die Schlafumgebung ist für einen guten Schlaf enorm wichtig.

Eine schlaflose Nacht stellt noch kein Problem dar, wenn der Schlaf in anderen Nächten wie gewohnt in ausreichender und entspannter Weise stattfindet. Leider ist es allerdings so, dass Schlafprobleme bei viele Frauen, besonders in der Phase der Wechseljahre, die Regel sind.

Schlafmangel kann neben Übermüdung, die die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit beeinträchtigt, noch andere negative Folgen haben:

Das endokrine System gerät aus dem Gleichgewicht, was die Schlafstörungen weiter verschärft, die Konzentrationsfähigkeit reduziert und Gedächtnisprobleme erhöhen sich. Schlafmangel führt zur Ausschüttung von Stresshormonen und kann so auf Dauer zur Stressresistenz führen. Der Blutzuckerspiegel ist bei Schlafmangel erhöht, was eine Insulinresistenz begünstigt und das Diabetes-Risiko erhöht. Außerdem unterbleibt bei Schlafmangel die Ausschüttung von appetithemmenden Hormonen, was Übergewicht fördert. Schlafmangel schwächt insgesamt das Immunsystem, was sich in einer erhöhten Infektanfälligkeit äußern kann. Langanhaltende Schlafstörungen sollten medizinisch abgeklärt werden.

Nachstehend gebe ich Dir ein paar Tipps, die einen gesunden Schlaf auf natürliche Weise fördern können:

 

Dein Schlafraum

  • Dein Schlafraum ist ein Rückzugsort und sollte der Erholung dienen. Er sollte so gestaltet sein, dass ein Wohlgefühl entsteht, wenn Du Dich darin aufhältst. Der Raum sollte gut gelüftet, nicht zu warm, ruhig und dunkel sein.
  • Das Schlafzimmer sollte ausschließlich einem erholsamen Schlaf dienen. Aktivitäten wie Fernsehen, Lesen, Telefonieren, im Internet surfen oder Essen, solltest Du in anderen Räumen tun.
  • Wenn Dein Partner/ Deine Partnerin andere Schlafzeiten, andere Gewohnheiten hat oder schnarcht, was als störend empfunden wird, könnten getrennte Schlafzimmer in Erwägung gezogen werden. So kannst Du Störungen von außen, die sich zusätzlich negativ auf Deinen Schlaf auswirken, vermieden werden.

 

Dein Schlafverhalten

  • Gehe immer zur selben Zeit schlafen und sorge für eine ausreichende Schlafdauer. Wie viel Schlaf notwendig ist, um sich fit und leistungsfähig zu fühlen, ist ganz individuell. Die meisten Menschen brauchen durchschnittlich zwischen sieben und neun Stunden Schlaf. Um herauszufinden, was für Dich richtig ist, kannst Du ggf. ein Schlaftagebuch führen.

 

Deine Bewegung

  • Sportliche Aktivitäten sorgen für Power und Vitalität und unterstützen einen gesunden Schlaf. Du solltest sie danach auswählen, welche Belastungen angemessen sind. Gegebenenfalls sollte das vorher medizinisch abgeklärt werden. Sport sollte Dich fordern, aber nicht überfordern und mit wenig Aufwand in den Alltag eingebaut werden können. Spaß und Freude sollten im Vordergrund stehen. Damit Körper und Geist vor dem Schlafengehen zur Ruhe kommen, solltest Du Sport nicht am späten Abend treiben.

 

Deine Entspannung

  • Andauernde Anspannung fördert Stress. Durch spezielle Entspannungsübungen kannst Du Deinen Körper und Geist bewusst in einen Zustand von Ruhe und Gelassenheit führen. Hilfreich sind hierfür Meditation, autogenes Training, Phantasiereisen und Atemtechniken. Yoga, Tai-Chi und Qigong trainieren nicht nur die körperliche Beweglichkeit, den Gleichgewichtssinn und die Muskulatur, sondern sorgen auch für ein hohes Maß an Entspannung. Die Progressive Muskelentspannung bringt den ganzen Körper durch An- und Entspannung bestimmter Muskelpartien in einen Zustand tiefer Entspannung. Hier darfst Du ausprobieren, was Dir am meisten liegt.
  • Mit einem abendlichen Entspannungsritual Dir etwas Gutes tun, einen Tag in Ruhe ausklingen lassen, fördert die Entspannung und so einen ruhigen Schlaf. Am Abend wirkt leise, beruhigende Musik in einem Raum mit dämmrigem Licht schlaffördernd.
  • Mit beruhigenden Kräutern wie Lavendel und Melisse kannst Du Dir einen wohltuenden Tee zubereiten. Aber auch in Form von Badezusätzen für ein abendliches Bad wirken sie entspannend und beruhigend. Ein Vollbad mit Basenpulver entspannt nicht nur, sondern unterstützt den Körper bei der Entgiftung.

 

Deine Ernährung

  • Auf schwere Mahlzeiten am Abend und späte Snacks solltest Du verzichten. Dein Körper braucht vor dem Zubettgehen ausreichend Zeit für die Verdauung, am besten ca. drei Stunden. So kann er sich während des Schlafs auf seine Aufbau- und Regenerationsarbeiten konzentrieren. Schwer verdauliche und zuckerhaltige Mahlzeiten belasten nicht nur den Magen, sondern führen zu Blutzuckerschwankungen, die das Ein- und Durchschlafen erschweren.
  • Koffein, Alkohol und zuckerhaltige Softdrinks haben einen negativen Einfluss auf das Ein- und Durchschlafen. Sie sollten die Ausnahmen, nicht die Regel sein.
  • Eine abwechslungsreiche vitalstoffreiche Ernährung aus frischen, unverarbeiteten Zutaten versorgen Deinen Körper nicht nur optimal mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen, sondern sorgt auch dafür, Dich vitaler zu fühlen und positiv auf einen erholsamen Schlaf Einfluss nehmen zu können.